{"id":11781,"date":"2018-10-02T22:13:28","date_gmt":"2018-10-02T20:13:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kloster-metten.de\/?page_id=11781"},"modified":"2018-10-02T22:33:34","modified_gmt":"2018-10-02T20:33:34","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kloster-metten.com\/?page_id=11781","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2>Geschichte<\/h2><p>Das Wahrzeichen des Klosters Metten ist heute die barocke Kirche mit ihren Zwiebelt\u00fcrmen. Ganz am Anfang stand in dieser Gegend jedoch eine einfache Anlage, die im Laufe der Jahrhunderte manche Ver\u00e4nderungen erfuhr. Daran schuld waren oft Br\u00e4nde und Pl\u00fcnderungen. Die Benediktiner lie\u00dfen sich jedoch nie unterkriegen und bauten ihr Kloster immer wieder auf. Mehr \u00fcber die Geschichte der Abtei erfahren Sie hier:<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/7-9_jhd_atk2451.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1675 size-thumbnail\" title=\"7-9_jhd_atk2451\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/7-9_jhd_atk2451-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a><strong>766: Vermutliches Gr\u00fcndungsjahr des Kloster Metten <\/strong><\/h3>\n<p>Wann sich in der Gegend am \u00dcbergang von der Donauebene zum Bayerischen Wald eine M\u00f6nchsgemeinschaft offiziell in festen Mauern niedergelassen hat, l\u00e4sst sich genau nicht sagen. Errechnet wurde jedoch als Gr\u00fcndungsjahr 766.<\/p>\n<p>Forschungen zufolge geht das Kloster auf das Verm\u00e4chtnis des seligen Priesters Gamelbert von Michaelsbuch und dessen Erben, des seligen Utto zur\u00fcck. Er soll es als Sippenkloster gegr\u00fcndet haben, besiedelt wurde es dann wahrscheinlich durch M\u00f6nche von der Insel Reichenau.<\/p>\n<p>Der heutige Abt Wolfgang M. Hagl spricht von einem mutigen Schritt, da im 8. Jahrhundert die noch ungez\u00e4hmte Donau eine nur schwer zu \u00fcberschreitende Grenze war. Durch das Wald- und Sumpfgebiet f\u00fchrte kein einziger befestigter Weg. Der bayerische Herzog Tassilo wollte aber dieses Grenzland zu B\u00f6hmen hin besiedeln und kultivieren. Benediktiner sollten daf\u00fcr sorgen, dass mit Hilfe t\u00fcchtiger Bauerns\u00f6hne Rodung und Besiedelung m\u00f6glich wurde.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>792: Offizielle Stiftung des Klosters<\/strong><\/h3>\n<p>Die offizielle Stiftung des Klosters erfolgte 792 durch Kaiser Karl den Gro\u00dfen, der dem Kloster K\u00f6nigsschutz und Immunit\u00e4t verlieh. Seine Figur ist auch im Innenhof der Klosteranlage auf dem Brunnen zu sehen.<\/p>\n<p>Der Legende nach hatte sich der Herrscher bei einer Jagd im umliegenden Wald verirrt. Dabei traf er in seiner Not auf den Einsiedler Utto, der ihm weiterhelfen konnte. Im Namen des Kaisers durfte Utto daraufhin das Kloster errichten und wurde dessen erster Abt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>817: Anerkennung als eigenes Kloster<\/strong><\/h3>\n<p>Im Aachener Verzeichnis der Reichskl\u00f6ster wird Metten 817 als eigenst\u00e4ndiges Kloster genannt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>837\/850: Rechte des Klosters best\u00e4tigt<\/strong><\/h3>\n<p>Kaiser Ludwig der Fromme best\u00e4tigte 837 die Rechte des Klosters und sein Sohn, K\u00f6nig Ludwig der Deutsche, garantierte 850 freie Abtwahl. Das Kloster wurde mit der Rodung und Kolonisation im Bayerischen Wald sowie in der Ostmark beauftragt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/10_jhd_atk1235.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1673 size-thumbnail\" title=\"10_jhd_atk1235\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/10_jhd_atk1235-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a><strong>10. Jahrhundert: Ungarneinf\u00e4lle und S\u00e4kularisation des Klosters unter Herzog Arnulf <\/strong><\/h3>\n<p>Die Ungarneinf\u00e4lle und die S\u00e4kularisation unter Herzog Arnulf sorgten daf\u00fcr, dass das Kloster aufgehoben und durch ein weltliches Kanonikerstift ersetzt wurde.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/1157_atk1495.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1674 size-thumbnail\" title=\"1157_atk1495\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/1157_atk1495-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a>1157: Metten wird erneut mit M\u00f6nchen besiedelt<\/h3>\n<p>Der Babenberger Herzog Heinrich Jasomirgott siedelte 1157 als Eigenklosterherr wieder M\u00f6nche in Metten an, die im Geiste der Reformbewegung des Schwarzw\u00e4lder Benediktinerklosters in Hirsau ihren Dienst taten.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>1236: Gro\u00dfbrand im Kloster Metten<\/h3>\n<p>Ein Gro\u00dfbrand, der fast die gesamte Anlage zerst\u00f6rte, warf 1236 das Kloster in seiner Entwicklung zur\u00fcck. Ein Wiederaufbau war n\u00f6tig.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>1246: \u00dcbergang der Vogteirechte an die Wittelsbacher<\/h3>\n<p>Nach dem Aussterben der Babenberger gingen 1246 die Vogteirechte an das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher \u00fcber, die Metten zu einem landst\u00e4ndischen Kloster ausbauten.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/1264_atk1580.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1679 size-thumbnail\" title=\"1264_atk1580\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/1264_atk1580-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>1264: Weihe der wiedererrichteten Klosterkirche<\/h3>\n<p>Ein p\u00e4pstlicher Schutzbrief best\u00e4tigte wenige Jahre sp\u00e4ter zudem die G\u00fcter und Rechte des Klosters.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/15_jhd_atk2970.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1678 size-thumbnail\" title=\"15_jhd_atk2970\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/15_jhd_atk2970-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a>15. Jahrhundert: Kirchenreform in Folge der Konzilien von Konstanz und Basel<\/h3>\n<p>Im Sp\u00e4tmittelalter wurde Metten von der Melker und der Kastler Reform erfasst. Damals bestand auch eine bedeutende Schreib- und Malschule. Gotischer Umbau der bis dahin romanischen Basilika.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>16. Jahrhundert \u2013 Zeit der Reformation<\/h3>\n<p>In Folge der Reformation traten immer weniger M\u00e4nner in das Kloster ein, um M\u00f6nch zu werden. Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich. Abt Johannes Nablas (1595 - 1628) konsolidierte das Kloster nach dem Niedergang in der Reformationszeit.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/16_jhd_atk3757.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1676 size-thumbnail\" title=\"16_jhd_atk3757\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/16_jhd_atk3757-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>17. Jahrhundert \u2013 Drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg<\/h3>\n<p>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg (1618 -1648) ging auch an Metten nicht spurlos vorbei. 1633 wurde das Kloster gepl\u00fcndert. 1642 mussten die M\u00f6nche fliehen. Als die Ordensleute zur\u00fcckkehrten, fanden sie alles verw\u00fcstet vor.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>18. Jahrhundert \u2013 Ein Auf und Ab<\/h3>\n<p>Nach der Krisenzeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges war es Abt Roman M\u00e4rkl (1706 bis 1729), der das Kloster (Kirche, Bibliothek und Festsaal) im barocken Stil umgestalten lie\u00df. Ein reges wissenschaftliches Leben entstand in der Abtei. Doch dann war es mit dem Aufschwung auch schon wieder vorbei. Denn der<br \/>\n\u00f6sterreichische Erbfolgekrieg (1741 \u2013 1745) setzte der Bl\u00fctezeit ein Ende.<br \/>\nZwei Jahre blieb das Kloster sogar ohne Abt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/19_jhd_atk1386.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1677 size-thumbnail\" title=\"19_jhd_atk1386\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/19_jhd_atk1386-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a>19. Jahrhundert \u2013 S\u00e4kularisation und Wiederbegr\u00fcndung<\/h3>\n<p>F\u00fcr ein Ende des kl\u00f6sterlichen Lebens in Metten sorgte die S\u00e4kularisation unter dem bayerischen Kurf\u00fcrst Maximilian IV. Joseph, dem sp\u00e4teren K\u00f6nig Maximilian I. Am 21. M\u00e4rz 1803 wurde Abt C\u00f6lestin St\u00f6ckl (1791 -1803\/07) die Aufhebung des Klosters verk\u00fcndet. Der Besitz wurde versteigert oder verpachtet, die Ordensleute aus ihrem Zuhause vertrieben.<\/p>\n<p>Der Adelige Johann von Pronath-Offenberg erwarb 1830 den gr\u00f6\u00dften Teil des kl\u00f6sterlichen Anwesens und machte mit Erlaubnis von K\u00f6nig Ludwig I. eine Neuansiedlung von M\u00f6nchen m\u00f6glich. Damit war Metten das erste in Bayern wiederer\u00f6ffnete Benediktinerkloster. Es wurde betraut mit Seelsorge, Erziehung und Wissenschaft.<\/p>\n<p>1837 er\u00f6ffneten die Patres Seminar und Schule. Mettener M\u00f6nche wirkten am Wiederaufbau des Benediktinerordens in Bayern entscheidend mit. Auch bei der Erneuerung der bayerischen Benediktinerkongregation 1858 wurde Metten Mitglied.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>1846: Mission in den USA<\/h3>\n<p>Pater Bonifaz Wimmer bricht mit 4 Theologiestudenten und 15 Laienbr\u00fcdern am 25. Juli 1846 in die neue Welt auf. Dort gr\u00fcndet er im Lauf der Jahre mehrere Benediktinerkl\u00f6ster.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/geschichte-zeitleiste-20jhd_atk5053.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-2121 size-thumbnail\" title=\"geschichte-zeitleiste-20jhd_atk5053\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/geschichte-zeitleiste-20jhd_atk5053-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>20. Jahrhundert<\/h3>\n<p>Unter den Nationalsozialisten kam der Schulbetrieb 1939 f\u00fcr sieben Jahre zum Erliegen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging es dann zuerst mit einer reinen Internatsschule f\u00fcr Jungen weiter. Ab den 1960-er Jahren \u00f6ffnete man sich auch f\u00fcr externe Sch\u00fcler und f\u00fcr M\u00e4dchen. 1970 wurde dem Humanistischen Gymnasium ein neusprachlicher Zweig angegliedert<\/p>\n<hr \/>\n<h3><a href=\"http:\/\/kloster-metten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/21_jhd_atk1448.jpg\"><img class=\"alignleft wp-image-1672 size-thumbnail\" title=\"21_jhd_atk1448\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/21_jhd_atk1448-170x115.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"115\" \/><\/a>21. Jahrhundert<\/h3>\n<p>2005 Kurienkardinal Joseph Ratzinger wird am 19. April zum Papst gew\u00e4hlt. Er nennt sich Benedikt XVI. - Zum Schuljahr 2005\/2006 \u00fcbernimmt Pater Erhard Hinrainer die Leitung des St. Michaels-Gymnasium<\/p>\n<p>2006 - Beginn der Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten am Schulgeb\u00e4ude - 95. Geburtstag von Kardinal Augustinus Mayer - Papst Benedikt XVI. besucht vom 9. bis 14. September Bayern. Am Gottesdienst auf dem Islinger Feld vor den Toren Regensburg mit dem Heiligen Vater am 12. September nehmen auch Sch\u00fcler des St Michaels-Gymnasium in Metten teil. - Der bei Landshut lebende, international bekannte K\u00fcnstler Fritz Koenig schenkt dem Kloster sein Werk \"Der Kreuzmensch\". Eine seiner ber\u00fchmtesten Arbeiten ist die gro\u00dfe Kugelkaryatide mit dem Namen \u201eThe Sphere\u201c. Sie stand einst vor dem World Trade Center in New York und \u00fcberlebte den Einsturz der beiden T\u00fcrme durch das Flugzeugattentat am 11. September 2001 schwer besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>2007 - Er\u00f6ffnung des Pr\u00e4latengarten. Die Benedikts\u00e4ule des Eggenfeldener K\u00fcnstlers Joseph Michael Neustifter wird aufgestellt.<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GeschichteDas Wahrzeichen des Klosters Metten ist heute die barocke Kirche mit ihren Zwiebelt\u00fcrmen. 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