{"id":11850,"date":"2018-10-25T22:02:30","date_gmt":"2018-10-25T20:02:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kloster-metten.de\/?page_id=11850"},"modified":"2019-10-28T11:15:53","modified_gmt":"2019-10-28T10:15:53","slug":"aktiv-gegen-rassismus-aktiv-gegen-menschenfeindlichkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kloster-metten.com\/?page_id=11850","title":{"rendered":"Aktiv gegen Rassismus, aktiv gegen Menschenfeindlichkeit"},"content":{"rendered":"<h2>Aktiv gegen Rassismus, aktiv gegen Menschenfeindlichkeit<\/h2><p><strong><a href=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-11851 alignnone\" title=\"Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aktiv_gegen_Rassismus-Foto_.jpg 1306w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Die 9. Jahrgangsstufe des St.-Michaels-Gymnasiums trifft Mo Asuman<\/strong>g<\/p>\n<p>Die ersten Artikel unserer Grundrechte betonen die W\u00fcrde des Einzelnen, das Recht auf Leben und Unversehrtheit, die Gleichheit aller. Die Demokratie, in der wir leben, steht daf\u00fcr. Dennoch begegnen zahlreichen Menschen t\u00e4glich verbale Geh\u00e4ssigkeiten, psychischer Terror und physische Gewalt, weil sie anders sind \u2013 oder zumindest als anders wahrgenommen werden. Mo Asumang, eine afrodeutsche Moderatorin, Autorin, Produzentin und vor allem couragierte, mutige Frau, muss diese Ablehnung erfahren und beschlie\u00dft, sich ganz bewusst aktiv zu wehren \u2013 f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr all diejenigen, die wie sie auch Ausgrenzung und Verachtung erfahren.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen der 9. Jahrgangsstufe des St.-Michaels-Gymnasiums bekommen am 15. Oktober die Gelegenheit, Mo Asumang sowie ihre Arbeit im Rahmen der \u201eWoche der Begegnung 2018. F\u00fcr mehr Miteinander\u201c im Kapuzinerstadl in Deggendorf kennenzulernen.<\/p>\n<p>Hier liest Mo Asumang aus ihrem Buch und schildert schon auf den ersten Seiten den Abriss einer traurigen Alltagswirklichkeit, in der sie aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Aktivismus gegen Rassismus nicht nur Beleidigungen, sondern sogar Morddrohungen ausgesetzt ist. Die zun\u00e4chst einsetzende Angst wird schlie\u00dflich zum Motor f\u00fcr ihr einzigartiges, mutiges Filmexperiment: Als Betroffene sucht sie die Begegnung mit denen, die sie ablehnen, und produziert aus verschiedensten Treffen einen 45-min\u00fctigen Film. Bei der Vorf\u00fchrung staunt das Publikum nicht schlecht, denn Mo Asumang trifft sich mit Neonazis und reist in die USA, um mit Anh\u00e4ngern des Ku-Klux-Klans zu sprechen. Sie erscheint auf rechtsradikalen Kundgebungen und mischt sich als Farbige unter die Massen. Der Zuschauer bringt der Filmemacherin daf\u00fcr gro\u00dfen Respekt entgegen, wenn er auch nicht umhin kommt, sich zu fragen, ob ihre Unternehmungen nicht doch schlichtweg unglaublich leichtsinnig waren. Was h\u00e4tte nicht alles passieren k\u00f6nnen! Mo Asumang sucht aber den Kontakt bewusst, denn sie will dem Rassismus auf den Grund gehen, indem sie nach dem Warum, den Motiven fragt. So \u00fcberraschend wie entlarvend ist dabei die Tatsache, dass manche ihrer Fragen bisweilen in der Stille verhallen, wissen die Befragten darauf doch offenbar selbst keine Antworten.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den eindrucksvollen Film kommen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen selbst noch ins Gespr\u00e4ch mit Mo Asumang, brennen doch so manche Fragen auf den N\u00e4geln. Wie geht man mit der Angst vor rassistischen \u00dcbergriffen um? Ist Konfrontation das Mittel gegen Rassismus? Angst schw\u00e4cht. F\u00fcr sich selbst kann Asumang feststellen, dass sie durch Aktivit\u00e4t an St\u00e4rke gewinnt, und zwar, indem sie auf die Menschen zugeht und Fragen stellt. Aus ihren Ausf\u00fchrungen und insbesondere ihrem Film geht dabei deutlich hervor, dass es der Aktivistin aber eben nicht um Konfrontation geht, sondern um Kommunikation. Dabei betont sie, dass niemand ausgegrenzt und abgelehnt werden soll \u2013 so wendet sie sich auch nicht aus Wut oder Angst vom Rassismus ab, sondern versucht zu verstehen, warum es dazu kommt. Und genau daf\u00fcr stellt sie neugierig, wie sie sich selbst bezeichnet, ihre Fragen. Wenn sie auch nicht immer Antworten bekommt, so l\u00f6sen diese doch beim Befragten vielleicht ein nachdenkliches Gr\u00fcbeln \u00fcber sein eigenes Handeln aus.<\/p>\n<p>Am Ende gibt die Moderatorin den Sch\u00fclern einen Ratschlag mit, wie man selbst gegen Rassismus auftreten kann, und h\u00e4lt damit ein regelrechtes Pl\u00e4doyer f\u00fcr ein gelingendes Miteinander in der modernen Gesellschaft \u00fcberhaupt: Es geht darum, im kleinen Kreise anzufangen und Ausgrenzung nicht zu akzeptieren, sondern stattdessen stets aufeinander zuzugehen \u2013 auch auf den, der ablehnt, da auch dieser nicht abgelehnt werden m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktiv gegen Rassismus, aktiv gegen Menschenfeindlichkeit Die 9. Jahrgangsstufe des St.-Michaels-Gymnasiums trifft Mo Asumang Die ersten Artikel unserer Grundrechte betonen die W\u00fcrde des Einzelnen, das Recht auf Leben und Unversehrtheit, die Gleichheit aller. 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