{"id":11962,"date":"2018-11-27T16:42:25","date_gmt":"2018-11-27T15:42:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kloster-metten.de\/?page_id=11962"},"modified":"2019-11-23T09:30:43","modified_gmt":"2019-11-23T08:30:43","slug":"berlin-ist-immer-eine-reise-wert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kloster-metten.com\/?page_id=11962","title":{"rendered":"Berlin ist immer eine Reise wert"},"content":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-19-at-21.40.56-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-11963 alignnone\" title=\"WhatsApp Image 2018-11-19 at 21.40.56 (4)\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-19-at-21.40.56-4-500x281.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-19-at-21.40.56-4-500x281.jpg 500w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-19-at-21.40.56-4-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-19-at-21.40.56-4.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><h2>Berlin ist immer eine Reise wert<\/h2><p><\/p>\n<p><strong>Berlinfahrt des gleichnamigen Projektseminars<\/strong><\/p>\n<p>Am Mittwoch vor den Allerheiligenferien, am 24.10.2018, war es endlich soweit. Planung und Vorbereitungen des Projektseminars \u201eBerlinfahrt\u201c erreichten in der zw\u00f6lften Jahrgangsstufe ihren H\u00f6hepunkt \u2013 die Fahrt begann f\u00fcr zw\u00f6lf hochmotivierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Begleitung ihrer Lehrkr\u00e4fte Frau Sch\u00e4fer und Herrn Sebastian Liebl.<\/p>\n<p>Vorausgegangen waren umfangreiche \u00dcberlegungen dazu, was man in Berlin, der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, gesehen haben muss, aber nat\u00fcrlich auch, wo man den Abend verbringt. Schlie\u00dflich sollte das Ergebnis aller Anstrengungen des Projektseminars die Ver\u00f6ffentlichung eines Reisef\u00fchrers mit dem Thema \u201eBerlin f\u00fcr junge Leute\u201c sein. F\u00fcr jeden der vier Tage in Berlin war eine Gruppe von drei Personen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Die Aufgabe eines Projektseminars ist es, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bei ihrer Studien- und Berufswahl zu unterst\u00fctzen. Dabei sollen sie zielgerichtet und systematisch im Team, aber auch mit externen Partnern zusammenarbeiten. Daf\u00fcr haben sie in der elften und zw\u00f6lften Jahrgangsstufe drei Semester Zeit und erhalten zum Abschluss ihrer Arbeit ein Zertifikat, dessen Benotung in die Abiturnoten einflie\u00dft.<\/p>\n<p>Das Projektseminar \u201eBerlinfahrt\u201c ist dem Leitfach Geschichte zugeordnet. Daher lag der Schwerpunkt der sechst\u00e4gigen Fahrt auf Sehensw\u00fcrdigkeiten, die mit der Geschichte Berlins vom 18. bis zum 21. Jahrhundert zu tun haben. Am besten verbindet diese Jahrhunderte das <strong>Brandenburger Tor.<\/strong> In einer beeindruckenden Rundumschau zeigt das <strong>Museum am Brandenburger Tor<\/strong> die einzelnen Stationen vom preu\u00dfischen K\u00f6nigreich \u00fcber das zweite deutsche Kaiserreich, die Weimarer Republik, das Dritte Reich bis in unsere heutige Zeit. Daher ist es f\u00fcr jedes Projektseminar Pflicht, vom Pariser Platz, also dem ehemaligen Ostberlin aus, durch das Tor in den Westen zu gehen und an die Zeit zu denken, in der das Vierergespann auf dem Tor, die Quadriga, die einzige Reisegruppe war, die ohne Kontrolle in die damalige DDR einreisen durfte. Nat\u00fcrlich darf auch ein Foto vor dem Gang durch das Tor nicht fehlen; einen geeigneten Platz daf\u00fcr zu finden war diesmal besonders schwer, weil sich diverse Demonstrationsgruppen mit Plakaten und andere Reisende ebenfalls um den besten Platz f\u00fcr ein gutes Foto bem\u00fchten.<\/p>\n<p>Nach dem Gang durch das Tor bietet sich in Erinnerung an eine Zeit, in der Andersdenkende verfolgt und umgebracht worden sind, ein <strong>Besuch des Denkmals f\u00fcr die ermordeten Juden Europas<\/strong> an. Ist schon der Gang durch die Stelenreihen bedr\u00fcckend, verst\u00e4rkt sich dieses Gef\u00fchl noch zu fassungsloser Betroffenheit bei dem <strong>Besuch des Ortes der Information<\/strong> unter dem Stelenfeld, der in vier gro\u00dfen R\u00e4umen die Stationen der Judenverfolgung im Dritten Reich pr\u00e4sentiert. Die umfangreiche Kontrolle beim Betreten des Museums macht Besucherin und Besucher darauf aufmerksam, dass auch in unserer Zeit und in unserem Land Menschen wegen ihrer Religion angegriffen werden.<\/p>\n<p>Dass wir in einem Land leben, dass die Grundrechte seiner B\u00fcrger sch\u00fctzt, stand im Mittelpunkt eines Gespr\u00e4chs im <strong>Bundestag<\/strong>, das dem Projektseminar unser MdB Thomas Erndl vermittelt hatte. Er war bereits am 19.10. am St.-Michaels-Gymnasium Metten und stand der zw\u00f6lften Jahrgangsstufe Rede und Antwort. Sein umfangreicher Wochenplan mit vielen Veranstaltungen in Berlin, aber auch in seinem Wahlkreis, und seine bereitwillige Auskunft \u00fcber seinen Werdegang n\u00f6tigten den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern h\u00f6chsten Respekt ab. Er vertiefte sich noch, als die Reisegruppe beim Gespr\u00e4ch im Bundestag mit Herrn Erndls Assistentin und Assistent N\u00e4heres \u00fcber die Reisen Herrn Endls im Rahmen seiner T\u00e4tigkeit im Ausw\u00e4rtigen Ausschuss erfuhr. Nat\u00fcrlich durfte ein einst\u00fcndiger Vortrag \u00fcber die Arbeit von Bundesregierung und Bundestag im Plenarsaal nicht fehlen. Der Spaziergang auf die Kuppel des Reichstags musste wegen Reinigungsarbeiten leider entfallen. H\u00f6hepunkt des Besuchs des diesj\u00e4hrigen Projektseminars war sicherlich das Mittagessen im Abgeordneten-Restaurant, bei dem zwischen drei Menus gew\u00e4hlt werden konnte.<\/p>\n<p>Berlin als geteilte und eingemauerte Stadt ist Thema der Ausstellungen im Mauermuseum, in der Gedenkst\u00e4tte Berliner Mauer sowie im Alliiertenmuseum.<\/p>\n<p>Stehen im <strong>Mauermuseum<\/strong> am ehemaligen amerikanischen Kontrollpunkt Checkpoint Charlie die zahlreichen Fluchten vieler DDR-B\u00fcrger unter dramatischen Umst\u00e4nden in die Freiheit des Westens im Mittelpunkt, dokumentiert die <strong>Gedenkst\u00e4tte Berliner Mauer mit dem anschlie\u00dfenden Mauerpark <\/strong>die Errichtung und die Abschnitte einer Mauer, die fast vierzig Jahre lang Familien getrennt und Menschen daran gehindert hat, sich frei zu bewegen. Das eineinhalbst\u00fcndige Gespr\u00e4ch mit einem Zeitzeugen, der im Alter von sechzehn Jahren f\u00fcnf Tage vor dem Fall der Mauer in den Westen floh, machte diese Unfreiheit besonders deutlich. Er wies die Reisegruppe, die vor dem Gespr\u00e4ch mit Bus und Bahn ganz selbstverst\u00e4ndlich von Berlin\/Mitte nach Zehlendorf im Westen Berlins zum Alliiertenmuseum gefahren war, darauf hin, dass ihm eine solche Fahrt zu seiner Zeit in der DDR durch die Mauer verwehrt war, und das in derselben Stadt.<\/p>\n<p>Die Berliner Mauer wurde entlang der Grenze zwischen sowjetischem Sektor und den Sektoren der drei Alliierten Gro\u00dfbritannien, Frankreich und den USA errichtet. Im ehemaligen amerikanischen Kino wurde vor zwanzig Jahren das <strong>Alliiertenmuseum<\/strong> eingerichtet. H\u00f6hepunkt der Besichtigung ist die Darstellung eines Fluchttunnels sowie die M\u00f6glichkeit, in einem \u201eRosinenbomber\u201c die Kohles\u00e4cke zu heben, die von den Flugzeugbesatzungen 1948 bei der Berliner Luftbr\u00fccke ganz selbstverst\u00e4ndlich aus dem Flugzeug geworfen wurden, um die Berliner Bev\u00f6lkerung mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Da die Sowjetunion die Zug\u00e4nge zu Land und zu Wasser gesperrt hatte, war nur noch die Versorgung aus der Luft m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der Verein \u201eBerliner Unterwelten\u201c versetzte die Besuchergruppe w\u00e4hrend einer eineinhalbst\u00fcndigen F\u00fchrung im <strong>Fichtebunker<\/strong> in die Zeit, als Berlin im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde. Urspr\u00fcnglich wurde das Geb\u00e4ude vor hundert Jahren als Gasspeicher errichtet und im Dritten Reich als Mutter- und-Kind-Aufenthalt w\u00e4hrend der alliierten Luftangriffe benutzt. Nach dem Krieg diente es u. a. als Altersheim. Der Verein lie\u00df es mit Spendengeldern sanieren; auf dem Dach befinden sich seit einigen Jahren Luxuswohnungen.<\/p>\n<p>Im ehemaligen \u201eTodesstreifen\u201c, d. h. dem Gebiet zwischen dem westlichen und \u00f6stlichen Teil der Berliner Mauer, liegt seit einigen Jahren das <strong>Spionagemuseum. <\/strong>Es vermittelt einen Eindruck von der T\u00e4tigkeit westlicher und \u00f6stlicher Geheimdienste bis in die heutige Zeit; nat\u00fcrlich d\u00fcrfen auch Spionagefilme nicht fehlen. Da das Museum ein interaktives Angebot hat, bet\u00e4tigt man sich als James Bond oder stellt als \u201eM\u201c in einem Labor \u201eGifte\u201c her.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-22-at-12.51.26.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11964\" title=\"WhatsApp Image 2018-11-22 at 12.51.26\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-22-at-12.51.26-500x375.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-22-at-12.51.26-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-22-at-12.51.26-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/WhatsApp-Image-2018-11-22-at-12.51.26.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>So viele historische Stationen \u201eabzuarbeiten\u201c verlangt nat\u00fcrlich immer wieder nach Pausen (sehr zu empfehlen ist f\u00fcr den Verzehr von Currywurst und den Genuss eines \u201eBerliner Kindls\u201c \u201eKonnopke\u201c unter der Hochbahn, Station Eberswalder Stra\u00dfe) und einem genauso abwechslungsreichen Abendprogramm (z. B. im \u201eBerliner Wirtshaus\u201c oder in \u201eZilles Destille\u201c). Bei der diesj\u00e4hrigen Berlinfahrt durfte auch ein kulturelles Angebot nicht fehlen. Das Schillertheater bot eine unterhaltsame Auff\u00fchrung zu dem Film \u201eWillkommen bei den Hartmanns\u201c, das Kabarett \u201eDistel\u201c \u00fcberraschte mit der Vorstellung, was passieren w\u00fcrde, wenn ein Ehepaar aus der DDR der F\u00fcnfziger Jahre mit dem jetzigen Berlin konfrontiert w\u00fcrde. Das Schauspielerteam feierte mit dieser Vorstellung 65 Jahre Kabarettgeschichte.<\/p>\n<p>M\u00fcde und voller Eindr\u00fccke kehrte die Reisegruppe am 29.10. nach Hause zur\u00fcck; die Mitglieder des diesj\u00e4hrigen Projektseminars Berlinfahrt stellten wie ihre Vorg\u00e4ngerinnen und Vorg\u00e4nger mit Freude und Stolz fest, dass sich ihre sorgf\u00e4ltigen Planungen gelohnt hatten. Besonders anzuerkennen ist, dass sie bereit waren, f\u00fcr diese Fahrt drei Tage ihrer Allerheiligenferien zu \u201eopfern\u201c. Frau Sch\u00e4fer und Herr Liebl danken allen Beteiligten f\u00fcr die angenehme Fahrt; f\u00fcr Frau Sch\u00e4fer, die seit zweiunddrei\u00dfig Jahren diese Berlinfahrten veranstaltet, ergaben sich auch diesmal wieder zahlreiche neue Aspekte getreu dem Motto: Berlin ist immer wieder eine Reise wert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin ist immer eine Reise wert Berlinfahrt des gleichnamigen Projektseminars Am Mittwoch vor den Allerheiligenferien, am 24.10.2018, war es endlich soweit. Planung und Vorbereitungen des Projektseminars \u201eBerlinfahrt\u201c erreichten in der zw\u00f6lften Jahrgangsstufe ihren H\u00f6hepunkt \u2013 die Fahrt begann f\u00fcr zw\u00f6lf hochmotivierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Begleitung ihrer Lehrkr\u00e4fte Frau Sch\u00e4fer und Herrn Sebastian Liebl. 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