{"id":4813,"date":"2013-02-27T11:10:28","date_gmt":"2013-02-27T09:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kloster-metten.de\/?page_id=4813"},"modified":"2016-05-16T21:45:30","modified_gmt":"2016-05-16T19:45:30","slug":"dank-an-papst-benedikt-xvi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kloster-metten.com\/?page_id=4813","title":{"rendered":"Dank an Papst Benedikt XVI."},"content":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/papst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4814\" title=\"papst\" src=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/papst-500x332.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/papst-500x332.jpg 500w, https:\/\/www.kloster-metten.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/papst.jpg 1759w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><h2>Dank an Papst Benedikt XVI.<\/h2><p><\/p>\n<p>Am Donnerstag, dem 28. Februar 2013, dem letzten Tag seines Pontifikates danken wir unserem Heiligen Vater Papst Benedikt in der Feier der Eucharistie um 5.55 Uhr in der Benediktuskapelle. Der gute Gott m\u00f6ge diesem gro\u00dfen Lehrer des geistlichen Lebens in reichem Ma\u00dfe vergelten, was er uns in diesen kostbaren acht Jahren geschenkt hat!<\/p>\n<p>Unserem Mitbruder Augustinus Kardinal Mayer f\u00fchlte sich der Heilige Vater sehr verbunden. Er widmete ihm am 3. Mai 2010 nach dem Requiem in St. Peter einen sehr sch\u00f6nen Nachruf.<\/p>\n<p>Wir stellen diese Ansprache noch einmal auf unserer Homepage ein:<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Predigt bei den Exequien f\u00fcr Augustinus Kardinal Mayer OSB am 3. Mai 2010 in Rom, St. Peter<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Von Papst Benedikt XVI.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Auch f\u00fcr unseren lieben Mitbruder ist die Stunde gekommen, aus dieser Welt fortzugehen. Vor fast einem Jahrhundert wurde er in der N\u00e4he meiner Heimat geboren, genauer gesagt in Alt\u00f6tting, wo sich das ber\u00fchmte Marienheiligtum befindet, mit dem wir Bayern in gro\u00dfer Zuneigung und durch viele pers\u00f6nliche Erinnerungen verbunden sind. Das ist das Schicksal des menschlichen Lebens: Es erbl\u00fcht aus der Erde &#8211; an einem bestimmten Punkt der Welt &#8211; und ist f\u00fcr den Himmel bestimmt, f\u00fcr die Heimat, aus der es in geheimnisvoller Weise stammt. \u00bbDesiderat anima mea ad te, Deus\u00ab (Ps 42,2). Im Verb \u00bbdesiderat\u00ab ist der ganze Mensch enthalten, sein Leib- und Geist-Sein, Himmel und Erde. Es ist das urspr\u00fcngliche Geheimnis des Bildes Gottes im Menschen. Der junge Paul &#8211; der sp\u00e4ter als M\u00f6nch Augustin Mayer hei\u00dfen wird &#8211; untersuchte f\u00fcr sein Doktorat in Theologie dieses Thema in den Schriften des Klemens von Alexandrien. Es ist das Geheimnis des ewigen Lebens, das seit der Taufe wie ein Samenkorn in uns hineingelegt ist und auf unserer Lebensreise angenommen werden will bis zu dem Tag, an dem wir den Geist in die H\u00e4nde des Vaters zur\u00fccklegen.<\/p>\n<p>\u00bbPater, in manus tuas commendo spiritum meum\u00ab (Lk 23,46). W\u00e4hrend wir um den Altar versammelt sind, um unserem verstorbenen Bruder die letzte Ehre zu erweisen, leiten die letzten Worte Jesu am Kreuz unser Gebet und unsere Meditation. Jede Feier der Exequien steht unter dem Zeichen der Hoffnung: Im letzten Atemzug Jesu am Kreuz (vgl. Lk 23,46; Joh 19,30) hat Gott sich der Menschheit ganz geschenkt, er hat so die von der S\u00fcnde verursachte Leere gef\u00fcllt und den Sieg des Lebens \u00fcber den Tod wiederhergestellt. Deshalb hat jeder Mensch, der im Herrn stirbt, durch den Glauben an diesem Akt unendlicher Liebe teil; in gewisser Weise haucht er zusammen mit Christus den Geist aus in der sicheren Hoffnung, dass die Hand des Vaters ihn von den Toten auferwecken und in das Reich des Lebens f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>\u00bbDie Hoffnung aber l\u00e4sst nicht zugrunde gehen\u00ab, bekr\u00e4ftigt der Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom, \u00bbdenn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist\u00ab (R\u00f6m 5,5). Die gro\u00dfe, unverg\u00e4ngliche und auf den festen Felsen der Liebe Gottes gegr\u00fcndete Hoffnung sichert uns zu, dass das Leben derer, die in Christus sterben, \u00bbnicht genommen, sondern gewandelt wird\u00ab und dass \u00bbwenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerf\u00e4llt, uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet ist\u00ab (Pr\u00e4fation von den Verstorbenen I). In einer Zeit wie der unseren, in der die Angst vor dem Tod viele Menschen in Verzweiflung st\u00fcrzt und sie illusorische Tr\u00f6stungen suchen l\u00e4st, zeichnet sich der Christ durch die Tatsache aus, dass er seine Sicherheit in Gott findet, in einer Liebe, die so gro\u00df ist, das sie die ganze Welt erneuern kann. \u00bbSeht, ich mache alles neu\u00ab (Offb 21,5), spricht gegen Ende des Buches der Geheimen Offenbarung der, der auf dem Thron sitzt. In der Vision des neuen Jerusalem ist das Sich-Verwirklichen der tiefsten Sehnsucht der Menschheit ausgedr\u00fcckt: in Frieden zusammenzuleben ohne die Bedrohung des Todes, sondern in der Freude der vollen Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Die Kirche und in besonderer Weise die monastische Gemeinschaft sind eine irdische Vorwegnahme dieses endg\u00fcltigen Zieles. Es ist eine unvollkommene Vorwegnahme des Zieles, die von Grenzen und S\u00fcnden gezeichnet ist und daher immer der Bekehrung und L\u00e4uterung bedarf; und dennoch kann man in der eucharistischen Gemeinschaft den Sieg der Liebe Christi \u00fcber das, was spaltet und zerst\u00f6rerisch wirkt, im voraus kosten. \u00bbCongregavit nos in unum Christi amor\u00ab &#8211; \u00bbDie Liebe Christi hat uns geeint\u00ab: Das ist das Bischofsmotto unseres verehrten Mitbruders, der von uns gegangen ist. Als Sohn des hl. Benedikt hat er die Verhei\u00dfung des Herrn erfahren: \u00bbWer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein\u00ab (Offb 21,7).<\/p>\n<p>Nachdem er in der Schule der Benediktinerpatres der Abtei St. Michael in Metten seine Ausbildung erhalten hatte, legte er 1931 die monastische Profess ab. Sein ganzes Leben lang bem\u00fchte er sich, das umzusetzen, was der hl. Benedikt in seiner Regel sagt: \u00bbNichts der Liebe Christi vorziehen.\u00ab Nach den Studien in Salzburg und Rom begann eine lange und anerkannte Lehrt\u00e4tigkeit an der P\u00e4pstlichen Hochschule \u00bbSant&#8217;Anselmo\u00ab, deren Rektor er 1949 wurde. Dieses Amt hatte er 17 Jahre lang inne. Genau in dieser Zeit wurde das P\u00e4pstliche Liturgische Institut gegr\u00fcndet, das f\u00fcr die Ausbildung von Fachleuten im Bereich der Liturgie ein grundlegender Bezugspunkt geworden ist. Nach dem Konzil wurde er zum Abt seiner geliebten Abtei Metten gew\u00e4hlt und behielt dieses Amt f\u00fcr f\u00fcnf Jahre. Aber schon 1972 ernannte ihn der Diener Gottes Papst Paul VI. zum Sekret\u00e4r der Kongregation f\u00fcr die Institute geweihten Lebens und f\u00fcr die Gesellschaften apostolischen Lebens und weihte ihn am 13. Februar 1972 selbst zum Bischof.<\/p>\n<p>In den Jahren des Dienstes in diesem Dikasterium f\u00f6rderte er die fortschreitende Umsetzung der Bestimmungen des Zweiten Vatikanischen Konzils hinsichtlich der Ordensfamilien. In diesem besonderen Bereich wusste er als Ordensmann eine unverkennbare kirchliche und menschliche Sensibilit\u00e4t zu bezeugen. Im Jahr 1984 betraute ihn der ehrw\u00fcrdige Diener Gottes Johannes Paul II. mit dem Amt des Pr\u00e4fekten der Kongregation f\u00fcr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Er erhob ihn sp\u00e4ter im Konsistorium vom 25. Mai 1985 in den Kardinalsrang und wies ihm die Titelkirche von \u00bbSant&#8217;Anselmo\u00ab auf dem Aventin zu. Anschlie\u00dfend ernannte er ihn zum ersten Pr\u00e4sidenten der P\u00e4pstlichen Kommission \u00bbEcclesia Dei\u00ab; und auch bei diesem neuen und delikaten Auftrag erwies sich Kardinal Mayer als eifriger und treuer Diener, indem er den Inhalt seines Mottos umzusetzen versuchte: \u00bbDie Liebe Christi hat uns geeint.\u00ab<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder, unser Leben liegt in jedem Augenblick in den H\u00e4nden des Herrn, vor allem im Moment des Todes. Mit dem vertrauensvollen Ausruf Jesu am Kreuz: \u00bbVater, in deine H\u00e4nde lege ich meinen Geist\u00ab wollen wir deshalb unseren Bruder Paul Augustin bei seinem \u00dcbergang von dieser Welt zum Vater begleiten. In diesem Augenblick gehen meine Gedanken unweigerlich zum Heiligtum der Gnadenmutter von Alt\u00f6tting. In geistiger Verbundenheit mit diesem Pilgerort vertrauen wir der heiligen Jungfrau unser Gebet f\u00fcr die Seele des verstorbenen Kardinal Mayer an. Er wurde in der N\u00e4he jenes Heiligtums geboren, hat der Regel des hl. Benedikt entsprechend sein Leben Christus gleichgestaltet und ist im Schatten der Vatikanbasilika gestorben. Die Muttergottes, der hl. Petrus und der hl. Benedikt m\u00f6gen diesen treuen J\u00fcnger des Herrn in sein Reich des Lichtes und des Friedens begleiten.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Photo<\/span><\/em><em>: Nach dem Requiem in St. Peter wurde Abt Wolfgang vom Heiligen Vater zu einer kurzen Begegnung empfangen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank an Papst Benedikt XVI. Am Donnerstag, dem 28. Februar 2013, dem letzten Tag seines Pontifikates danken wir unserem Heiligen Vater Papst Benedikt in der Feier der Eucharistie um 5.55 Uhr in der Benediktuskapelle. 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